Rückblick: Python Summit in Rapperswil 2017

Aarno Aukia war dabei und berichtet:
Zum zweiten Mal fand Mitte Februar 2017 der Swiss Python Summit statt, auch dieses Jahr auf dem wunderschönen Campus der Hochschule für Technik Rapperswil am Zürichsee.


Trotz, oder vielleicht genau wegen des regnerischen Wetters, hatten etwa 180 Personen den Weg nach Rapperswil gefunden, um die Vorträge zu hören und mit den Referenten und allen anderen während der Pausen zu diskutieren.

Eine Stärke des Python Summits ist meiner Meinung nach, die verschiedenen Zielgruppen und Industrien, welche Python einsetzen, zusammen zu bringen und von den verschiedenen unterschiedlichen Erfahrungen und Herausforderungen zu berichten. Der Blick über meinen eigenen Webapplikations-Tellerrand sowohl in die Wissenschaft (Gaël Varoquaux, Writing Code for Science and Data), Mikroelektronik (Radomir Dopieralski, Hobby Electronics with MicroPython), Journalismus (Barnaby Skinner, Scraping the Federal Administrative Court’s Database and Analysing the Verdicts), Online Gaming (Dan Maas, Massively Multiplayer Online Game Servers in Twisted Python) als auch in die Hardware-Fertigung bei Sensirion (Raphael Nestler, Python in the Hardware Industry) fand ich extrem spannend und gab mir einen interessanten Einblick in die jeweiligen Sparten.

Daneben gab es auch einige Talks zu Python-Interna wie Armin Rigos RevDB, a Reverse Debugger, mit dem man bei Problemen mit seinem Code sowohl vorwärts als auch rückwärts Schritt für Schritt, Zeile für Zeile, durch seinen Code steppen kann oder Dave Halters Python is Weird, in dem es um das Parsen des Programmcodes ging und mit einigen lustig-absurden Beispielen die Grenzen von noch-validem, jedoch für den Menschen komplett unleserlichen Code ging.

Faszinierend fand ich Rae Knowlers Python, Locales and Writing Systems, in dem es um die Herausforderungen beim Umgang mit verschiedenen Schriftsystemen wie Chinesisch, Japanisch, Koreanisch oder Hebräisch (von rechts nach links) in Software mit UTF-8 ging. In den Folien finden sich verschiedene Beispiele, Anwendungsfälle von Hilfsbibliotheken und weiterführende Links zur Dokumentation.

Dazwischen durfte ich zum Thema „Scalable Python with Docker, Kubernetes and OpenShift“ über die Herausforderungen von DevOps mit Python berichten, wobei ich nur ca. die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit für den Vortrag und die andere Hälfte für Live-Demos verwendet hatte. Alle Schritte der Demo sind unter https://github.com/arska/python-helloworld dokumentiert und können, da Open Source, auf http://appuio.ch ausprobiert werden.

Bislang wurden erst die Präsentationen publiziert, alle Vorträge wurden auch auf Video aufgezeichnet und werden in den nächsten Wochen auf der Webseite der Konferenz und auf Youtube publiziert. Daneben haben wir die Gelegenheit genutzt, neue Mitarbeiter zu suchen, insbesondere auch solche die Python programmieren können: Python DevOps Engineer. Natürlich suchen wir weiterhin auch andere DevOps Engineers.

Ich freue mich, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein.